Geschichte

1968

Nach den inzwischen gesammelten Erfahrungen am Berg und in der Sektion Bruneck glaubten einige, die Zeit sei gekommen, eine eigenständige Tätigkeit zu beginnen und eine Außenstelle der Sektion zu gründen, wie man sie damals noch nannte. Somit erfolgte nach Rücksprache und im Beisein des 1. Vorstandes Walter Lehmann aus Bruneck am 15.02.1968 im ehemaligen Gasthof Schifferegger die Gründung dieser Ortsstelle, an der zirka 50 interessierte Mitglieder teilnahmen.

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Damit war der Startschuss für eine eigene Tätigkeit gegeben. Bereits im ersten Jahr stieg der Mitgliederstand von 71 auf 125 Mitgliedern an. Wie jeder Besen anfangs gut kehrt, gab es an den angebotenen Veranstaltungen reges Interesse.

Dem damaligen ersten Ausschuss unter der Obhut des ersten Ortsstellenleiter Sepp Thaler seines Stellvertreters Hans Steger, Alfons Denicolò (Kassier), Klaus Jerenberger (Schriftführer) Flor Berger, Sepp Steger, Peppi Lauton und Franz Erlacher (Tourenführer) erwartete damit eine Fülle von Aufgaben. Ein Ausschussmitglied Franz Erlacher steht bis zum heutigen Tag dem Verein ununterbrochen zur Verfügung.

Geld war von Anfang an Mangelware, zunächst musste aus eigener Tasche vorgelegt werden, die Mittel waren beschränkt, auf Beiträge zu hoffen, ein kleines Glücksspiel. Den Unterlagen zufolge sind zum Datum 19.01.1970 folgende Zahlen zu entnehmen:

Raika 10.000 Lire, Sektionsbeitrag für ein Rodelrennen 10.000 Lire und Gemeindeverwaltung 20.000 Lire. Durch Rahmenveranstaltungen kamen langsam kleine Gewinne zustande ebenso durch wohlwollende Spenden. Zum Beispiel kam eine Fahrt zum Falzaregopass den Teilnehmern 1.000 Lire, zum Großglockner (Kals) 2.000 Lire.

Ab dem Jahr 1973 ging es rapide aufwärts, nachdem wir der Sektion 25% der einkassierten Mitgliedsbeiträge abtrotzen konnten, die später dann auf 30% angehoben wurden, als Anerkennung für eine rege Tätigkeit wurde auch die Mitgliedswerbung sinnvoll für uns.

Weshalb kam es zur Gründung der AVS. Ortsstelle St. Lorenzen. Als im März 1947 die Gründung von Vereinen nach dem 2. Weltkrieg wieder gestattet wurde und somit auch der Widergründung der AVS. Sektion Bruneck nichts mehr im Wege stand, schlossen sich prompt mehrere Bergbegeisterte Lorenzner dieser Sektion an. So haben wir heute noch Mitglieder in unseren Reihen mit einer zweistelligen Mitgliedsnummer.

Auszug aus einem Jahresbericht anlässlich einer Vollversammlung:

“ Um den inzwischen längst verstorbenen Hans Wurzer von vielen nur „Bergonkel“ genannt, scharte sich alsbald eine Gruppe von Idealisten und gemeinsam wurden verschiedene Bergfahrten unternommen. Damit war unsere Marktgemeinde schon sehr früh in Bergsteigerkreisen bekannt, dass es hier eine starke Klettergruppe gab. Obwohl damals noch, nur mit Fahrrädern unterwegs zu ihren Zielen, Erkletterten sie die meisten großen schwierigen Dolomitenwände, die zur damaligen Zeit bereits bekannt und durchstiegen waren, angefangen von der Pala, Civetta, Rosengarten und Sellagruppe, die Sextner Dolomiten bis zu einigen Winterbesteigungen wie Einser Kofel „Weg der Jugend“, Turnerkamp Südwand, Magerstein Südwand um nur einige aufzuzählen. Hervorzuheben sind die Gebrüder Steger und Siegfried Hilber. Leider fanden in dieser Zeit vor der Gründung auch drei Ihrer Freunde den Bergtod. Trotz dieser unerfreulichen Vorkommnisse, für die damalige Zeit ganz und gar Unsinnig, nahm sich Hans Wurzer der eingeschriebenen Mitglieder an, kassierte die Mitgliedsbeiträge, und hielt Kontakt zur Mutter Sektion Bruneck. Nach seinem Tode übernahm zeitweise Josef Schreiter dieselbe Aufgabe. Die Tätigkeit und das steigende Interesse am Vereinsgeschehen steigerten sich zusehends. Ebenso erhöhten sich die Beiträge und Spenden von Gemeinde und Raiffeisenkasse, und wenn nötig von der Sektion und Jugendreferat. Die gleichzeitig erwirtschafteten Einnahmen durch die Alpenvereins Bälle und anderen Veranstaltungen erlaubten alsbald sich auf die Suche nach einem geeigneten Lokal bzw. an den Ausbau eines Jugendlokals zu denken. Was dann auch mit viel Fleiß und Einsatz gelang. Damit war der Grundstein für die Jugendarbeit gelegt, auch in den Wintermonaten die Vereinsarbeit nicht ruhen zu lassen. Heute blicken wir mit Freude und Genugtuung, aber ohne Überheblichkeit auf das erreichte zurück. Mögen uns auch so manche nach den ersten überstandenen Unstimmigkeiten keiner all zu langen Überlebensdauer zugetraut haben, was auch verständlich war, so wurde unsere Ausdauer von Erfolg gekrönt. Neben den zwei errichteten Jugendheimen durch Entgegenkommen der Gemeinde, wurde eine intensive Jugendarbeit aufgebaut, ein über 100 Km langes Wegenetz Markiert und mit Wegweisschildern ausgestattet, dies erleichtert den Einheimischen und den Gästen ihre Wanderziele leichter zu finden. Durch verschieden Fachvorträge und Kursen wurde den Mitgliedern wissenswertes vermittelt. Neben der alpinen Tätigkeit kam das unterhaltsame nicht zu kurz Bälle, Lichtbildervorträge und gemeinsames Singen gehörten zum Programm. Ein Bergkreuz wurde erstellt, bei der Renovierung der Moosner Kaser Alm legten Mitglieder unentgeltlich Hand an, gleichzeitig wurde dort auch ein neues Brunnentrog mit Einlaufrinne zurecht gehauen. „

Im Jahr 2005 zählt unsere Sektion 1.372 Mitglieder.